Körperfettmessungen
„Meine Waage sagt 24 Prozent Körperfett. Stimmt das?“ Wahrscheinlich weicht die Anzeige um mehrere Prozentpunkte vom tatsächlichen Wert ab — und dasselbe gilt für die meisten Wege, an diese Zahl zu kommen.
Die Methoden, nach Genauigkeit
- Vier-Kompartiment-Modell. Die Forschungsreferenz: Es misst Körperdichte, Gesamtwasser und Knochenmineral getrennt und kombiniert sie. Außerhalb eines Labors nicht verfügbar; jede andere Methode wird daran gemessen.
- DXA. Dual-Röntgen-Absorptiometrie; die klinische Referenz, für eine Person auf ein paar Prozentpunkte genau, empfindlich für Hydration und die Software des Herstellers. Ein Scan kostet Geld und ist mit einer geringen Strahlenbelastung verbunden und lohnt sich, wenn du einmal eine echte Zahl willst.
- Bod Pod. Luftverdrängungs-Plethysmographie; für die meisten Menschen nah an der Genauigkeit der DXA, ohne Strahlung.
- Hautfalten. Kaliper in geübten Händen sind brauchbar, um Veränderungen bei derselben Person im Zeitverlauf zu beobachten; zwischen Personen und zwischen Messenden wächst der Fehler schnell.
- Bioimpedanz (BIA). Die Badezimmerwaagen und Armbänder. Sie schicken einen kleinen Strom und leiten das Fett aus dem Widerstand ab, der stark von der Hydration abhängt, davon, wann du zuletzt gegessen, trainiert oder getrunken hast, und von der Gleichung, die der Hersteller gewählt hat. Eine systematische Übersicht, die BIA-Geräte mit dem Vier-Kompartiment-Modell vergleicht, zeigt stark schwankende Übereinstimmung. Einfache Geräte für den Hausgebrauch weisen dabei die größten Abweichungen auf. Für eine Einzelperson ist der Fehler groß — mehrere Prozentpunkte in beide Richtungen —, während der Trend unter gleichen Bedingungen brauchbarer ist als die einzelne Zahl.
Was die App ohne Messung tut
Wenn kein DXA- oder Bod-Pod-Ergebnis eingetragen ist, schätzt die App das Körperfett aus BMI, Alter und Geschlecht mit einer 1991 aus Bevölkerungsdaten abgeleiteten Gleichung. Ihr Standardfehler beträgt etwa vier Prozentpunkte. Das ist eine bewusst bescheidene Schätzung, die nur dazu dient, die fettfreie Masse für eine Energie-Untergrenze abzuleiten; der BMI-Rechner zeigt dieselbe Zahl, damit du siehst, womit die App arbeitet. Ein gemessener Wert ersetzt sie.
So nutzt du die Messwerte sinnvoll
Wenn du einen verlässlichen Messwert möchtest, lass einen DXA- oder Bod-Pod-Scan machen. Wenn du wissen willst, ob ein Programm wirkt, wiege dich unter denselben Bedingungen, miss monatlich deine Taille, und — wenn du die Körperfettanzeige der Waage magst — miss immer unter denselben Bedingungen und achte auf den Verlauf statt auf einzelne Werte. Eine Anzeige, die sich in einer Woche um drei Punkte bewegt, hat deine Hydration gemessen.