Frühstück ist unverzichtbar
Die Behauptung, wie man sie hört: „Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit — lass es aus, und dein Stoffwechsel wird langsamer und du isst später zu viel.“
Was die Daten zeigen. Die Behauptung stammt aus Beobachtung: Menschen, die frühstücken, wiegen tendenziell weniger. Menschen, die frühstücken, schlafen tendenziell auch regelmäßiger, rauchen weniger, trinken weniger und bewegen sich mehr, und das ist das Problem mit Beobachtung. Als die Frage in randomisierten Studien gestellt wurde — die Teilnehmenden wurden einer Gruppe mit oder ohne Frühstück zugeteilt —, ergab eine systematische Übersicht mit Metaanalyse von dreizehn dieser Studien, dass Frühstückende über den Tag etwas mehr aßen und dass das Auslassen einen kleinen Gewichtsunterschied zugunsten des Auslassens ergab, oder keinen. Die Studien sind kurz und überwiegend von geringer Qualität, also ist die Schlussfolgerung der Übersicht bewusst bescheiden: Frühstück ist kein Werkzeug zum Abnehmen, und es gibt keine Evidenz, dass das Auslassen zu Gewichtszunahme führt. Sie sagt nicht „lass das Frühstück aus“; sie sagt, die Mahlzeit ist neutral.
Urteil: falsch, soweit es um das Körpergewicht geht. Evidenzgrad B, aus einer Metaanalyse kurzer Studien geringer Qualität, die dennoch in der Richtung übereinstimmen.
Das Körnchen Wahrheit. Für Menschen, die morgens hungrig sind, bietet das Frühstück Gelegenheit, einen guten Teil des täglichen Bedarfs an Protein und Ballaststoffen zu decken, und ein regelmäßiges Muster hilft manchen, das späte abendliche Essen zu vermeiden, das sich tatsächlich summiert. Ob das Muster ein Frühstück enthält, ist eine Frage der Vorliebe, nicht der Physiologie.
Ein Satz zum Merken: Frühstücke, wenn du es magst; es ist weder nötig noch verboten, und es ändert nichts daran, was ein Defizit tut.